Tipps für die Schatzsuche mit einem Metallsuchgerät

Es braucht viel Erfahrung um mit einem Metalldetektor erfolgreich auf Schatzsuche zu gehen. Wer sich richtig vorbereitet, kann jedoch viel schneller zum Erfolg kommen. Bevor Sie einen Metalldetektor kaufen, sollten Sie sich zunächst überlegen was Sie gerne finden möchten. Wenn Sie Militaria finden wollen, eignet sich sicher ein ganz anderes Gerät, als wenn Sie sich über Münzen freuen.

Notwendige Ausrüstung

KLASSENEINTEILUNG I-SIZE Neben dem eigentlichen Metallsuchgerät, benötigen Sie etwas Zubehör um komfortabel nach Schätzen graben zu können. Dazu gehört natürlich ein Grabewerkzeug. Einfache Klappspaten aus einem Armeeshop haben sich für viele Sondler bewährt. Sucht man in erster Linie auf Äckern, kann auch schon eine einfache Pflanzschaufel ausreichen. Oft werden sie kleine Metallstücke, wie zum Beispiel Münzen, finden. Wenn Sie ein Loch ausgegraben haben, liegt wahrscheinlich ein dickes Stück Erde vor Ihnen. Bevor Sie jedes Mal händisch den Lehmklumpen auseinander puzzeln, setzen Sie lieber einen sogenannten Pinpointer ein. Mit diesem Gerät fahren Sie durch den Aushub und lokalisieren in Sekunden den exakten Punkt des Fundes. Wer draußen unterwegs ist, benötigt natürlich wetterfeste Kleidung und Gummistiefel. Ein komplettes Tarnoutfit aus dem Armyshop ist jedoch nicht zu empfehlen, da dies bei Passanten möglicherweise einen ungewollten Eindruck hinterlassen könnte. Wer im Dunkeln sucht, dem ist der Kauf einer kleinen handlichen Taschenlampe anzuraten. Mit einem Paar guter Kopfhörer, die sie an Ihren Detektor anschließen können, sind Sie in der Lage feine Unterschiede zu hören und, mit etwas Übung, schon vor dem Ausgraben zu wissen, was möglicherweise unter Ihrer Sonde liegt. Achten Sie darauf, dass die Kopfhörer über ein strapazierfähiges Kabel verfügen müssen. Durch die ständige Bewegung erleidet das Kabel sonst eventuell zu schnell einen Kabelbruch. Für Ihre Funde lohnt sich der Kauf von einer Gürteltasche, in welcher Sie natürlich auch Ersatzbaterrien für Ihr Suchgerät einpacken sollten. Mancher Schatzsucher trägt gerne dünne Gartenhandschuhe oder Gummihandschuhe um im Boden zu wühlen. Das ist sicher Geschmackssache.

Einen guten Ort zum Suchen finden

Wo nichts liegt, kann man auch nichts finden. Diese Tatsache liegt auf der Hand. Aber wo liegt etwas? Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, die zum Sucherfolg führen.

Wer auf Kleingegenstände und Münzen aus ist, der kann Äcker untersuchen. Eine erste Inspektion ohne Metallsuchgerät, liefert Aufschluss darüber, ob sich die Suche auf dem Feld lohnen könnte. Ein gutes Indiz für Funde sind Keramikscherben auf dem Feld. Bevor es eine umfangreiche Kanalisation und eine regelmäßige Müllabfuhr gab, entsorgten viele Menschen den Inhalt ihrer Plumpsklos und Alltagsmüll auf den Feldern rund um ihre Siedlung. Häufig wurden auch alte Lumpen und nicht mehr benötigte Kleidungsstücke über das Plumpsklo entsorgt. Lag in der alten Hose dann noch ein Geldstück, liegt dieses heute wahrscheinlich immernoch auf dem Feld, auf dem die Gülle verstreut wurde.

Wer lieber Euro-Kleingeld oder Schmuck findet, der kann mit seinem Metalldetektor an Stränden oder im Freibad suchen. Es werden unzählige Geldstücke zum Vorschein kommen und mit etwas Geduld rentiert sich Ihr Investment in den Detektor sogar. Im kalten Wasser verlieren viele Badegäste ihre Ringe aus Edelmetall, da sich die Finger durch das kalte Wasser zusammenziehen und beim Schwimmen der Ring vom Finger rutscht. Manch Schatzsucher hat sich deshalb ganz auf die Suche unter Wasser spezialisiert. Ein Glücksfall für Sondengeher ist es, wenn in einem Baggersee oder natürlichem Freibad das Wasser abgelassen wird. Sie sollen sich so eine einmalige Chance nicht entgehen lassen und sofort im Schlamm nach Wertgegenständen suchen. Der Erfolg kann überwältigend sein.
Für Hobbyarchäologen lohnt sich ein Besuch in der lokalen Stadtbibliothek. Lesen Sie alles Historische, was Sie über Ihren Ort herausfinden können. Wo waren gegebenenfalls Siedlungskerne, die heute nicht mehr exisitieren? Gibt es alte Wege oder gar Markt- oder Festplätze, die heute nicht mehr benutzt werden? Auch das Gespräch mit alten Leuten kann von Erfolg gekrönt sein. Alleine die spannenden Geschichten, die Ihnen manch Rentner erzählen kann, lohnen schon das Gespräch. Finden Sie heraus wo ehemalige Cafés waren oder Treffpunkte. Auf welchen Wiesen wurden vielleicht Hochzeiten gefeiert? Überall wo sich Menschen aufhielten, wurde auch Geld verloren. Jetzt ist es an der Zeit, dass Sie es wiederfinden. Denken Sie nur daran nicht auf Kulturdenkmälern zu suchen.
Militaria-Fans sollten herausfinden wo in Ihrer Umgebung historische Schlachten stattgefunden haben. Auf diesen Plätzen systematisch zu suchen kann sich lohnen. So manches gut erhaltenes Koppelschloss, Uniformknöpfe und sogar Orden wurden schon auf diese Weise gefunden. Wenn Sie auf Schlachtfeldern des ersten oder zweiten Weltkriegs suchen, sollten Sie besonders vorsichtig sein und mögliche Blindgänger umgehend den Behörden melden. Die Telefonnummer vom Munitionsräumungsdienst sollte ein Sondengeher im Handy gespeichert haben.

Die richtige Suchstrategie – So werden Sie zum Silbersauger!

Wenn Sie die notwendige Ausrüstung zusammen haben und einen Ort zum Suchen identifiziert haben, kann die Suche endlich losgehen. Gehen Sie dabei unbedingt systematisch vor. Setzen Sie sich beispielsweise einen imaginären Punkt bis zu dem sie laufen wollen und gehen Sie dann die gleiche Strecke, eine Suchbreite versetzt, zurück. Schwingen Sie Ihren Detektor langsam und gleichmäßig vor sich her und versuchen Sie jeden Fleck mitzunehmen. Gehen Sie langsam. Jeder gute Metalldetektor hat einen Regler mit dem Sie die Empfindlichkeit des Gerätes einstellen können: die sogenannte Diskriminierung. Schrott ist meistens aus Eisen. Eisen hat jedoch zum Glück eine sehr geringe elektrische Leitfähigkeit. Blenden Sie niedrige Leitwerte also mit Ihrem Diskriminator aus, gerade so weit, dass Eisen nicht mehr gefunden wird. So sind Sie in der Lage die meisten Münzen effektiv zu finden. Wenn Sie eine Karte in sehr großem Maßstab haben, können Sie genau einzeichnen, wo Sie was gefunden haben. So erkennen Sie auf Dauer, in welchen Bereichen des Suchgebietes die Funde besonders ergiebig waren. In diesen Gebieten, oder wenn Sie besonders gute Funde wie Silbermünzen gemacht haben, lohnt sich eine Nachsuche immer. Auf Äckern, die Sie bereits abgesucht haben, kann sich eine Nachsuche auch im nächsten Jahr lohnen wenn der Acker noch einmal umgepflügt wurde. Graben Sie niemals tiefer als etwa 30 Zentimeter. Kleingegenstände wie Schmuck oder Münzen werden in tieferen Erdschichten selten noch erkannt. Benutzen Sie ein Paar gute Kopfhörer, um auf Dauer die Nuancen des Audiosignals sicher unterschieden zu lernen. Geben Sie nicht auf. Es ist normal, dass man auf den ersten paar Suchgängen nicht gleich das Bernsteinzimmer findet. Ihre Geduld wird sich aber auszahlen.
Mit diesem Basiswissen sind Sie bereits gut informiert und können direkt mit der Mission „Metalldetektor kaufen“ beginnen. Melden Sie sich doch in einem der vielen Schatzsucherforen im Internet an und tauschen Sie sich mit Gleichgesinnten über Funde, Fundorte und Technik aus. So macht Ihr neues Hobby gleich noch viel mehr Spaß.